2.5.5.3. DMZs und IPTables


Sie können iptables-Regeln erstellen, um Daten an bestimmte Rechner weiterzuleiten, wie z. B. an dedizierte HTTP- oder FTP-Server, in einer demilitarisierten Zone (DMZ). Eine DMZ ist ein spezielles, lokales Subnetzwerk, das Dienste auf einem öffentlichen Träger wie z. B. dem Internet bereitstellt.
Um beispielsweise eine Regel zur Weiterleitung von eingehenden HTTP-Anfragen an einen dedizierten HTTP-Server unter 10.0.4.2 (außerhalb des 192.168.1.0/24 Bereichs des LANs) weiterzuleiten, verwendet NAT die PREROUTING-Tabelle, um Pakete an das entsprechende Ziel weiterzuleiten:
[root@myServer ~ ] # iptables -t nat -A PREROUTING -i eth0 -p tcp --dport 80 -j DNAT --to-destination 10.0.4.2:80
Mit diesem Befehl werden alle HTTP-Verbindungen zu Port 80 von außerhalb des LANs an den HTTP-Server auf einem vom Rest des internen Netzwerks getrennten Netzwerk geleitet. Diese Art der Netzwerksegmentierung kann sicherer sein, als HTTP-Verbindungen zu einem Rechner auf dem Netzwerk zu erlauben.
Falls der HTTP-Server konfiguriert ist, um sichere Verbindungen zu akzeptieren, muss auch Port 443 weitergeleitet werden.
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