7.2. Einrichten Ihrer virtuellen Systeme


Um mit virtuellen Gastsystemen zu arbeiten, müssen Sie zunächst ein Kickstart-Profil erstellen, das Ihnen das einfache Provisioning virtueller Gäste ermöglicht und anschließend die Gäste provisionieren.

7.2.1. Erstellen eines Kickstart-Profils für die Gastsysteme

  1. Melden Sie sich auf der Weboberfläche des Satellites an. Navigieren Sie zum Bildschirm Kickstart-Überblick durch einen Klick auf den Link Kickstarts verwalten im Aufgaben-Widget in Überblick oder durch einen Klick auf Systeme in der oberen Navigationsleiste ⇒ Kickstart aus der linken Navigationsleiste.
  2. Klicken Sie auf der Seite Kickstart-Überblick auf den Link Neues Kickstart-Profil erstellen im Widget Kickstart-Aktionen in der oberen rechten Ecke.
  3. Die nächste angezeigte Seite ist Schritt 1 des Prozesses zur Erstellung eines Kickstart-Profils:
    1. Geben Sie ein Label für das Profil ein, dass es Ihnen ermöglicht, dieses von den anderen Profilen zu unterscheiden. Eine gute Wahl wäre guest-system.
    2. Wählen Sie für das Feld Basis-Channel Red Hat Enterprise Linux $PRODUCT (v.5 oder 6 für $ARCH), wobei $ARCH die Architektur des Betriebssystems Ihres Host-Systems und $PRODUCT entweder Server oder Client ist.

      Anmerkung

      Red Hat Enterprise Linux Client 5 oder 6 steht möglicherweise nicht zur Auswahl, wenn Sie die Client-Software-Channels nicht mit Ihrem Satellite synchronisiert haben.

      Anmerkung

      Bitte beachten Sie, dass die Channel-Labels für Red Hat Enterprise Linux 5 oder 6 und Red Hat Enterprise Linux 5 oder 6 Desktop auf 'server' bzw. 'client' verweisen.
    3. Für das Feld Kickstartbarer Baum sollten Sie ks-rhel-$ARCH-$PRODUCT-5 wählen, wobei $ARCH die Architektur des Betriebssystems Ihres Host-Systems und $PRODUCT entweder 'server' oder 'client' ist, abhängig von welchem Produkt, mit dem Sie auf Ihrem Gast das Provisioning durchführen möchten.
    4. Wählen Sie Paravirtualisierter Gast für das Feld Virtualisierungstyp.

      Anmerkung

      Falls Sie den Virtualisierungstyp auf ein bereits existierendes Kickstart-Profil ändern möchten, kann es evtl. auch den Bootloader und Partitionsoptionen verändern. Stellen Sie sicher, dass Sie den Partitionierung-Reiter überprüfen, um diese Einstellungen zu verifizieren, wenn Sie den Virtualisierungstyp ändern.
    5. Klicken Sie abschließend auf die Schaltfläche Weiter in der unteren rechten Ecke des Bildschirms, um mit dem nächsten Schritt fortzufahren.
  4. Wählen Sie für den zweiten Schritt des Prozesses zur Erstellung des Kickstart-Profils den Ort der Distributionsdateien für die Installation Ihres Gastsystems. Es sollte auf diesem Bildschirm bereits ein Standard-Download-Speicherort eingetragen sein und für Sie ausgewählt sein. Klicken Sie auf Weiter, um mit Schritt 3 fortzufahren.

    Anmerkung

    Falls wie im vorherigen Schritt der standardmäßige Download-Speicherort fehlt, haben Sie den Inhalt der Software-Channel ggf. nicht erfolgreich mit Ihrem Satellite von den Red Hat Servern synchronisiert.
  5. Wählen Sie für den dritten Schritt des Prozesses zur Erstellung des Kickstart-Profils ein Root-Passwort für das Gast-System, das Sie provisionieren und klicken Sie auf Weiter, um das Erstellen des Profils abzuschließen.
Dies schließt das Erstellen des Kickstart-Profils ab. Nach Abschluss des dritten Schritts sollten Sie zu den Profildetails weitergeleitet werden. Sie können die verschiedenen Reiter des Profils durchgehen und die Einstellungen entsprechend anpassen. Dies ist jedoch nicht notwendig, da die Standardeinstellungen für die Mehrheit der Fälle geeignet sein sollten. Auch wenn die Oberfläche es Ihnen ermöglicht, weniger als 2 GB zuzuweisen, empfehlen wir dringend, mindestens 2 GB für Ihr Gastsystem mit diesem Kickstart-Profil zuzuweisen.

7.2.2. Provisioning Ihrer Gastsysteme

  1. Melden Sie sich auf der Weboberfläche des Satellites an. Gehen Sie zum Profil Ihres Hostsystems, indem Sie auf den Reiter Systeme in der oberen Navigationsleiste klicken und klicken auf den Namen des Systems.
  2. Um einen Kickstart für ein Gastsystem zu planen, gehen Sie zum Reiter VirtualisierungProvisioning im Profil des Hostsystems. Wählen Sie für das Feld Gastname guest1. Für die Felder Speicherzuweisung, Virtuelle CPUs und Speicher sollten die Standardwerte in Ordnung sein. Machen Sie hier bei Bedarf ruhig Änderung, unter Beachtung der Hinweise für jedes Feld der Oberfläche. Wählen Sie für das Feld Kickstart-Profil das Profil des Gastsystems, das wir im letzten Schritt erstellt haben.
  3. Klicken Sie abschließend auf die Schaltfläche Kickstart planen und abschließen in der unteren rechten Ecke des Bildschirms. Sie gelangen dann zur Seite Kickstart-Status, auf der Sie den Fortschritt des Kickstart-Prozesses des Gasts verfolgen können. Nach zehn bis fünfzehn Minuten sollte der Status-Bildschirm den erfolgreichen Abschluss des Kickstarts anzeigen. Um Ihren neuen Gast anzusehen, klicken Sie auf den Reiter Virtualisierung des Profils des Host-Systems auf dem Satellite. Um eine Liste von virtuellen Host-Systemen anzusehen, navigieren Sie zu SystemeSystemeVirtuelle Systeme.

    Anmerkung

    Falls Sie die Gastmeldung Einen Kickstart für einen Xen starten auf der Seite Kickstart-Status nicht kurz nach dem Planen des Kickstarts von dem Gast sehen, fehlt Ihnen möglicherweise osad auf Ihrem Host.
    Host-Systeme benötigen das osad-Paket, um auf Befehle, die vom Satellite gesendet werden, wie beispielsweise start, pause, resume und shutdown reagieren zu können. Falls osad nicht installiert ist und nicht läuft, erhält das System diese Befehle von der Weboberfläche nicht für die nächsten 2,5 Stunden oder bis zum nächsten Start des RHN-Daemons.
    Sie können überprüfen, ob osad installiert ist und läuft, indem Sie das Feld OSA-Status im Profil des Host-Systems auf dem Satellite überprüfen. Falls das Feld nicht existiert oder eine Fehlermeldung in der Art anzeigt, dass das System den Satellite seit einigen Minuten nicht kontaktiert hat, dann müssen Sie osad installieren (mithilfe des Befehls yum install -y osad), bevor Sie einen Gast erfolgreich auf einem Host provisionieren können.

    Anmerkung

    Während des Kickstarts des Gasts erhalten Sie möglicherweise die folgende Meldung von der Seite Kickstart-Status:
    Der Installationsprozess auf dem Gastsystem hat in den vergangenen n Minuten
    nicht mit RHN kommuniziert. Dies liegt möglicherweise an einem
    hängengebliebenen Installationsprozess, oder einfach an einer
    langsamen Installation bedingt durch Einschränkungen der Hardware.
    Es steht eine Protokolldatei des Installationsprozesses zur Verfügung,
    die Sie ggf. zur Problembehandlung überprüfen sollten.
    
    Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Sie diese Nachricht erhalten und nicht mehr als zwanzig Minuten vergangen sind. Um zu überprüfen, ob der Kickstart vorangeht, untersuchen Sie die Protokolldatei der Installation um sicherzugehen, dass keine Fehler vorliegen, und dass das Feld 'Letzte Dateianfrage' kontinuierlich aktualisiert wird, während Sie die Seite 'Kickstart-Status' neu laden.
  4. Wenn Sie zusätzliche Gäste bei Ihrem Gast registrieren möchten, wiederholen Sie die oben aufgeführten Schritte. Es ist wichtig zu bedenken, dass Sie jeweils nur einen Gast provisionieren können. Falls Sie versuchen, einen Gast-Kickstart zu planen, während ein weiterer gerade stattfindet, wird der aktuelle Gast-Kickstart-Prozess beendet und der neue Gast-Kickstart-Prozess beginnt.
  5. Betrachten Sie Ihr neu erstelltes virtuelles Gastsystem auf der Weboberfläche des Satellites durch einen Klick auf den Reiter Virtualisierung im Profil des Host-Systems. Klicken Sie anschließend auf den Profilnamen Ihres virtuellen Systems. Sie gelangen so zu dessen Satellite Systemprofil.

7.2.3. Verwalten Ihrer virtuellen Gast-Berechtigungen

RHN Satellite bietet Flex-Gast-Berechtigungen, die es Ihnen ermöglichen, Ihren virtuellen Gästen Berechtigungen zuzuweisen, ohne dadurch eine Standard-Berechtigung für physische Systeme zu verbrauchen.
Um Ihre Flex-Gast-Berechtigungen zu verwalten, klicken Sie auf Überblick -> Subskriptionsverwaltung -> Virtualisierungs-Berechtigungen -> Verbraucher von Flex-Gast-Berechtigungen. Diese Seite listet alle virtuellen Gäste auf, die Flex-Gast-Berechtigungen verbrauchen.
Um virtuelle Gäste aufzuspüren und zu konvertieren, die Standard-Berechtigungen verbrauchen, klicken Sie auf den Unterreiter Gäste, die reguläre Berechtigungen verbrauchen.
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