2.3. Kickstart-Profile


Kickstart-Profile spezifizieren die für die Installation zu verwendenden Konfigurationsoptionen.
Kickstart-Profile können mithilfe eines Assistenten erstellt werden, der ein Profil erstellt auf Grundlage der Antworten, die Sie auf eine Reihe von Fragen geben. Oder sie können unter Verwendung der Raw-Methode erstellt werden, die Ihnen die vollständige Kontrolle über die Inhalte des Profils erlaubt.

Prozedur 2.3. Erstellen eines Kickstart-Profils mit dem Assistenten

  1. Klicken Sie auf Systeme Kickstart Neues Kickstart-Profil erstellen
  2. Geben Sie ein passendes Label an, und wählen Sie den gewünschten Basis-Channel und den Kickstartbaren Baum
  3. Wählen Sie den gewünschten Virtualisierungstyp. Siehe Virtualisierungstypen für weitere Informationen über Virtualisierungstypen. Klicken Sie auf Weiter, um fortzufahren.
  4. Wählen Sie den Download-Speicherort für das Kickstart-Profil. Falls Sie eine angepasste Distribution verwenden, geben Sie den Speicherort als URL an (sowohl HTTP als auch FTP werden unterstützt), andernfalls übernehmen Sie die Standardoption. Klicken Sie auf Weiter, um fortzufahren.
  5. Geben Sie das Root-Passwort an und klicken auf Abschließen, um die Profilerstellung abzuschließen.
  6. Das vollständige Kickstart-Profil wird nun erstellt. Sie können sich das Profil ansehen, indem Sie auf Kickstart-Datei klicken.

Prozedur 2.4. Erstellen eines Kickstart-Profils mit der Raw-Methode

  1. Klicken Sie auf Systeme Kickstart Neue Kickstart-Datei hochladen
  2. Geben Sie ein passendes Label an, und wählen Sie die gewünschte Distribution.
  3. Wählen Sie den gewünschten Virtualisierungstyp. Siehe Virtualisierungstypen für weitere Informationen über Virtualisierungstypen.
  4. Wenn Sie bereits eine vorhandene Kickstart-Datei haben, können Sie diese hochladen. Andernfalls schreiben Sie das Kickstart-Profil einfach in das Textfeld Dateiinhalte.
    Sehen Sie im Folgenden eine beispielhafte Raw-Kickstart-Datei, die Sie als Ausgangspunkt verwenden können:
    install
    text
    network --bootproto dhcp
    url --url http://$http_server/ks/dist/org/1/ks-rhel-i386-server-5
    lang en_US
    keyboard us
    zerombr
    clearpart --all
    part / --fstype=ext3 --size=200 --grow
    part /boot --fstype=ext3 --size=200
    part swap --size=1000   --maxsize=2000
    bootloader --location mbr
    timezone America/New_York
    auth --enablemd5 --enableshadow
    rootpw --iscrypted $1$X/CrCfCE$x0veQO88TCm2VprcMkH.d0
    selinux --permissive
    reboot
    firewall --disabled
    skipx
    key --skip
    
    %packages 
    @ Base
    
    %post
    $SNIPPET('redhat_register')
    
    Copy to Clipboard Toggle word wrap
  5. Da der RHN Satellite Server die angegebene Distribution nicht automatisch als url im Kickstart verwendet, müssen Sie selbst die Option url --url in Ihrem Profil angeben. Dies könnte etwa folgendermaßen aussehen:
    url --url http://satellite.example.com/ks/dist/org/1/my_distro
    Copy to Clipboard Toggle word wrap
    Ersetzen Sie my_distro durch das Distributions-Label und 1 durch Ihre Organisations-ID.
  6. Raw-Kickstart-Profile verwenden $http_server anstelle des Hostnamens des Satellites. Dies wird automatisch ausgefüllt, wenn die Kickstart-Vorlage gerendert wird.
  7. Das redhat_register-Snippet wird zur Handhabung der Registrierung verwendet.
Raw Kickstart

Abbildung 2.2. Raw Kickstart

Virtualisierungstypen

Mit allen Kickstart-Profilen ist ein Virtualisierungstyp verknüpft. Die nachstehende Tabelle veranschaulicht die verschiedenen Optionen:

Expand
Tabelle 2.2. Virtualisierungstypen
Typ Beschreibung Verwendung
Keiner Keine Virtualisierung Verwenden Sie diesen Typ für normales Provisioning, Bare-Metal-Installationen, sowie für virtualisierte Installationen, die nicht auf Xen oder KVM basieren (z.B. VMware oder Virtage)
KVM virtualisierter Gast KVM-Gäste Verwenden Sie diesen Typ für das Provisioning von KVM-Gästen
Xen voll virtualisierter Gast Xen-Gäste Verwenden Sie diesen Typ für das Provisioning von Xen-Gästen

Anmerkung

Diese Option erfordert Hardware-Unterstützung auf dem Host, jedoch kein modifiziertes Betriebssystem in dem Gast.
Xen paravirtualisierter Gast Xen-Gäste Verwenden Sie diesen Typ zum Provisioning eines virtuellen Gasts mit Xen-Paravirtualisierung. Paravirtualisierung ist der schnellste Virtualisierungsmodus. Er erfordert ein PAE-Flag auf der System-CPU und ein angepasstes Betriebssystem. Red Hat Enterprise Linux 5 unterstützt Gäste unter Paravirtualisierung.
Xen Virtualisierungs-Host Xen-Hosts Verwenden Sie diesen Typ zum Provisioning eines virtuellen Hosts mit Xen-Paravirtualisierung. Xen paravirtualisierte Gäste und Hosts werden unterstützt, sofern die Hardware kompatibel ist.
Kickstart-Profile für Xen-Hosts müssen das kernel-xen-Paket im %packages-Abschnitt enthalten.
Kickstart-Profile für KVM-Hosts müssen das qemu-Paket im %packages-Abschnitt enthalten.
Für voll virtualisierte Systeme muss ggf. die Virtualisierungsunterstützung im BIOS des Computers aktiviert werden.

Anmerkung

Weitere Informationen über Kickstarts finden Sie im Kapitel Kickstart Installationen im Red Hat Enterprise Linux Installationshandbuch.
Red Hat logoGithubredditYoutubeTwitter

Lernen

Testen, kaufen und verkaufen

Communitys

Über Red Hat Dokumentation

Wir helfen Red Hat Benutzern, mit unseren Produkten und Diensten innovativ zu sein und ihre Ziele zu erreichen – mit Inhalten, denen sie vertrauen können. Entdecken Sie unsere neuesten Updates.

Mehr Inklusion in Open Source

Red Hat hat sich verpflichtet, problematische Sprache in unserem Code, unserer Dokumentation und unseren Web-Eigenschaften zu ersetzen. Weitere Einzelheiten finden Sie in Red Hat Blog.

Über Red Hat

Wir liefern gehärtete Lösungen, die es Unternehmen leichter machen, plattform- und umgebungsübergreifend zu arbeiten, vom zentralen Rechenzentrum bis zum Netzwerkrand.

Theme

© 2026 Red Hat
Nach oben