3.3. Mehrfach vertikal aufgereihte Proxy-Topologie
Ein alternatives Verfahren für den Einsatz von mehreren RHN Proxy Servern ist das Einrichten eines primären Proxys, mit dem die anderen verbinden, um RPMs von Red Hat Network zu erhalten sowie auch angepasste Pakete, die lokal erstellt wurden. Im Wesentlichen verhalten sich die sekundären Proxys wie Clients des primären Proxys. Dadurch ist die Notwendigkeit nicht mehr so hoch, dass eine Synchronisation zwischen den RHN Proxy Servern stattfindet, da diese die im Produkt enthaltene
up2date-Funktionalität verwenden.
Wie bei der horizontal aufgereihten Konfiguration ermöglicht diese vertikale Methode jeglichem Client eines jeden RHN Proxy Servers, alle angepassten Pakete geliefert zu bekommen. Der Proxy sieht lediglich im eigenen Repository nach, ob das Paket sich im Dateisystem befindet. Wenn nicht, versucht der Proxy es eine Stufe höher.
Diese vertikal aufgereihte Konfiguration gewährleistet, dass die sekundären Proxys für Updates von RHN sowie auch für angepasste Pakete auf die primären Proxys angewiesen sind. Auch dürfen angepasste Channels und Pakete nur auf dem primären Proxy abgelegt werden, um eine Verteilung zu den untergeordneten Proxys sicherzustellen. Schlussendlich müssen die Konfigurationsdateien des sekundären Proxys auf den primären Proxy Server verweisen, anstatt direkt auf Red Hat Network.
Abbildung 3.3. Mehrfach vertikal aufgereihte Proxy-Topologie