1.4. Funktionsweise


Der Red Hat Update Agent oder Paket-Updater auf den Client-Systemen kontaktiert den Red Hat Network Server nicht direkt. Stattdessen verbinden sich die Clients mit einem RHN Proxy Server, der sich wiederum mit den Red Hat Network Servern oder einem RHN Satellite Server verbindet. Demnach benötigen die Client-Systeme keinen direkten Zugang zum Internet. Sie benötigen nur Zugang zum RHN Proxy Server.

Wichtig

Es wird von Red Hat dringend empfohlen, dass Clients, die mit einem RHN Proxy Server verbunden sind, die neueste Version von Red Hat Enterprise Linux besitzen, um eine einwandfreie Verbindungsfähigkeit zu gewährleisten.
Clients, die direkt auf RHN zugreifen, werden standardmäßig von den RHN-Servern authentifiziert. Clients, die auf einen RHN Proxy Server zugreifen, werden auch von RHN authentifiziert, allerdings stellt der RHN Proxy Server dem RHN in diesem Fall sowohl Authentifizierungs- als auch Routing-Informationen zur Verfügung. Nach einer erfolgreichen Authentifizierung informiert der Red Hat Network Server den RHN Proxy Server darüber, dass es dem RHN Proxy Server gestattet wurde, eine bestimmte Aktion für einen Client auszuführen. Der RHN Proxy Server lädt anschließend alle aktualisierten Pakete herunter (wenn sich diese noch nicht in seinem Zwischenspeicher befinden) und liefert diese an die Client-Systeme.
Anfragen des Red Hat Update Agents oder Paket-Updaters auf den Client-Systemen werden noch immer serverseitig authentifiziert, wobei jedoch die Paketlieferung wesentlich schneller ist, da die Pakete im HTTP Proxy Caching Server oder dem RHN Proxy Server (für lokale Pakete) zwischengespeichert werden; der RHN Proxy Server und das Client-System sind über das LAN verbunden und werden nur durch die Geschwindigkeit des lokalen Netzwerks eingeschränkt.
Authentifizierung erfolgt in der folgenden Reihenfolge:
  1. Der Client meldet sich zu Beginn einer Client-Sitzung an. Diese Anmeldung durchläuft einen oder mehrere RHN Proxy Server, bis sie einen Red Hat Network Server erreicht.
  2. Der Red Hat Network Server versucht, den Client zu authentifizieren. Bei erfolgreicher Authentifizierung sendet der Server einen Session-Token über die Kette von RHN Proxy Servern zurück. Dieser Token hat eine Signatur und ein Verfallsdatum und beinhaltet Benutzerinformationen, wie u.a. abonnierte Channels, Benutzername, usw.
  3. Jeder RHN Proxy Server cacht diesen Token auf dem lokalem Dateisystem des Proxys in /var/cache/rhn/. Caching reduziert den Overhead in Zusammenhang mit der Authentifizierung mit Red Hat Network Servern und verbessert somit drastisch das Leistungsvermögen von Red Hat Network.
  4. Dieser Session-Token wird an den Client-Rechner zurückgesandt und wird bei späteren Vorgängen im Red Hat Network verwendet.
Es gibt aus Sicht des Clients keinen Unterschied zwischen einem RHN Proxy Server und einem Red Hat Network Server. Aus Sicht des Red Hat Network Servers ist ein RHN Proxy Server eine spezielle Art von RHN-Client. Folglich hat es auf Clients keinerlei Auswirkungen, welche Route eine Anfrage nimmt, um einen Red Hat Network Server zu erreichen. Die gesamte Logik ist in den RHN Proxy Servern und den Red Hat Network Servern implementiert.
Optional kann der RHN Package Manager installiert werden und zum Bereitstellen angepasster Software-Pakete konfiguriert werden. Jegliche Pakete, bei denen es sich nicht um offizielle Red Hat Pakete handelt, einschließlich speziell für ein Unternehmen geschriebene Pakete, können nur von einem privaten Software-Channel (auch angepasster Software-Channel genannt) bereitgestellt werden. Nachdem ein privater RHN-Channel erstellt wurde, werden die angepassten RPM-Pakete mit dem privaten Channel verknüpft, indem die Paket-Header auf die RHN-Server hochgeladen werden. Es werden nur die Header hochgeladen, nicht die eigentlichen Paketdateien. Die Header sind erforderlich, da diese äußerst wichtige RPM-Informationen enthalten, wie beispielsweise Software-Abhängigkeiten, die es RHN ermöglichen, die Paketinstallation zu automatisieren. Die eigentlichen, angepassten RPM-Pakete werden auf dem RHN Proxy Server aufbewahrt und an die Client-Systeme intern über das lokale Netzwerk des Unternehmens versandt.
Die Konfiguration eines Computernetzwerks zur Verwendung von RHN Proxy Servern ist ein recht unkomplizierter, überschaubarer Prozess. Die Red Hat Network-Applikationen auf den Client-Systemen müssen so konfiguriert werden, dass diese mit dem RHN Proxy Server anstelle der Red Hat Network Server verbinden. Siehe RHN Client-Konfigurationshandbuch für nähere Details. Proxyseitig muss man den nächsten Proxy in der Kette festlegen (welche letztendlich mit einem Red Hat Network Server endet). Wenn der RHN Package Manager verwendet wird, müssen die Client-Systeme beim privaten RHN-Channel angemeldet sein.
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