2.4. Weitere Anforderungen
Die folgenden weiteren Anforderungen müssen erfüllt werden, bevor die RHN Proxy Server-Installation als vollständig angesehen werden kann:
- Voller Zugang
- Client-Systeme benötigen vollen Netzwerkzugang zu den RHN Proxy Server Diensten und Ports.
- Firewall-Regeln
- Es wird von RHN dringend empfohlen, den RHN Proxy Server durch eine Firewall vom Internet zu schützen. Jedoch sollten verschiedene TCP-Ports offen bleiben, je nach Implementierung des RHN Proxy Servers:
Expand Tabelle 2.1. Ports, die im Proxy geöffnet werden sollten Port Richtung Grund 80 Ausgehend Proxy nutzt diesen Port, um rhn.redhat.com, xmlrpc.rhn.redhat.com und Ihre Satellite-URL zu erreichen (abhängig davon, ob RHN Proxy mit RHN Hosted oder einem Satellite Server kommuniziert). 80 Eingehend Client-Anfragen gehen über http oder https ein 443 Eingehend Client-Anfragen gehen über http oder https ein 443 Ausgehend Proxy nutzt diesen Port, um rhn.redhat.com, xmlrpc.rhn.redhat.com und Ihre Satellite-URL zu erreichen (abhängig davon, ob RHN Proxy mit RHN Hosted oder einem Satellite Server kommuniziert). 4545 Ausgehend Falls Ihr Proxy mit einen RHN Satellite Server verbunden ist, verbindet sich Monitoring über diese TCP-Ports mit Client-Systemen, auf denen rhnmdläuft, sofern Monitoring aktiviert ist und nach registrierten Systemen sucht.5222 Eingehend Das Öffnen dieses Ports erlaubt dem osad-Client, sich mit denjabberd-Daemon auf den Proxy zu verbinden, wenn die RHN-Push-Technologie verwendet wird.5269 Ausgehend Falls ihr Proxy mit einem RHN Satellite Server verbindet, muss dieser Port geöffnet sein, um zwischen den Servern Verbindungen über jabberdfür die RHN-Push-Technologie zu erlauben. - Synchronisierte Systemzeiten
- Die korrekte Zeit spielt eine bedeutende Rolle, wenn mit einem SSL-fähigen Webserver (Secure Sockets Layer) verbunden wird; es ist von entscheidender Bedeutung, dass die Zeiteinstellungen auf den Clients und dem Server sehr nahe beieinander liegen, sodass das SSL-Zertifikat nicht vor oder während der Verwendung abläuft. Das Network Time Protokoll (NTP) wird zur Synchronisation der Systemzeiten empfohlen.
- Fully Qualified Domain Name (FQDN)
- Das System auf dem der RHN Proxy Server installiert wird, muss in der Lage sein, den eigenen FQDN richtig aufzulösen.
- Ein Red Hat Network-Account
- Kunden, die sich mit den zentralen Red Hat Network Servern verbinden, um inkrementelle Updates zu erhalten, benötigen einen Red Hat Network Account. Dieser Account sollte zum Kaufzeitpunkt gemeinsam mit dem Vertriebsmitarbeiter eingerichtet werden.
- Backups von Login-Informationen
- Es ist zwingend notwendig, dass Kunden über alle primären Login-Informationen die Übersicht behalten. Im Falle eines RHN Proxy Server sind dies u.a. Benutzernamen und Passwörter für den Organisationsadministrator-Account und die SSL-Zertifikat-Generierung. Es wird von Red Hat dringend empfohlen, dass diese Informationen auf zwei separate Datenträger kopiert wird, ausgedruckt wird, und der Ausdruck in einem feuersicheren Tresor aufbewahrt wird.
- Distributionsspeicherorte
- Da der Proxy nahezu alle lokalen HTTP-Anfragen an die zentralen RHN Server weiterleitet, müssen Sie darauf Acht geben, dass Sie alle Dateien, die für die Distribution vorgesehen sind (wie beispielsweise in einem Kickstart-Installationsbaum) in einem Ort auf dem Proxy ablegen, wo nicht weitergeleitet wird:
/var/www/html/pub/. Dateien, die in diesem Verzeichnis abgelegt werden, können direkt vom Proxy heruntergeladen werden. Dies kann für das Verteilen von GPG-Schlüsseln oder dem Erstellen von Installationsbäumen für Kickstarts besonders hilfreich sein.
Zusätzlich dazu empfiehlt Red Hat, dass das System, auf dem der Code ausgeführt wird, nicht öffentlich zugänglich ist. Es sollten nur Systemadministratoren Shell-Zugang zu diesen Rechnern besitzen, keine anderen Benutzer. Alle nicht notwendigen Dienste sollten deaktiviert werden. Sie können
ntsysv oder chkconfig zur Deaktivierung von Diensten verwenden.
Schlussendlich sollten Sie folgende technische Dokumente für den Einsatz griffbereit haben, ungefähr in dieser Reihenfolge:
- RHN Proxy Server-Installationshandbuch — Dieses Handbuch, welches Sie gerade lesen, behandelt die wesentlichen Schritte, um einen RHN Proxy Server einsatzbereit zu machen.
- RHN Client-Konfigurationshandbuch — Dieses Handbuch erklärt, wie Systeme konfiguriert werden müssen, um von einem RHN Proxy Server oder RHN Satellite Server bedient zu werden. (Wahrscheinlich erfordert dies auch die Zuhilfenahme des RHN Referenzhandbuchs, welches Schritte zur Registrierung und Aktualisierung von Systemen enthält.)
- RHN Channel-Managementhandbuch — Dieses Handbuch behandelt detailgenau die empfohlenen Methoden für die Erstellung von angepassten Paketen und Channels sowie auch zur Verwaltung privater Errata.
- RHN Referenzhandbuch — Dieses Handbuch beschreibt das Einrichten von RHN-Accounts, die Registrierung und Aktualisierung von Systemen sowie Hinweise dazu, wie Sie das Potenzial der RHN-Website am besten ausschöpfen können. Dieses Handbuch kommt sicherlich während des gesamten Installations- und Konfigurationsprozesses hindurch gelegen.